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Was ist mein Traum von St. Marien?

Einladung zum Neujahrsempfang am 3. Februar

Es gibt da diese Geschichte von den drei Männern. Sie alle verrichten dieselbe Arbeit: Sie behauen einen Stein. Der erste sieht ziemlich missmutig aus. Unmotiviert klopft er an seinem Stein herum. „Was machst du da?“, fragt ihn ein Vorübergehender. „Ich behaue einen Stein“, antwortet er. Der zweiter Arbeiter verrichtet sein Werk entspannter. Weniger Lustlosigkeit begleitet seine Bewegungen. „Was machst du da?“, fragt der Vorübergehende auch ihn. „Ich arbeite an einem Spitzbogen.“ Der dritte Mann ist sichtlich gut gelaunt. Schwungvoll und ambitioniert bearbeitet er seinen Stein. „Was machst du da?“, wird er gefragt. „Ich baue eine Kathedrale“, sagt er und seine Augen leuchten.

Die Sache mit den inneren Bildern.

Es ist nicht einerlei, mit welchen Träumen und Visionen wir durchs Leben gehen, von welchen Vorstellungen wir uns leiten lassen. Unsere inneren Bilder bestimmen, wie wir unser Leben und Arbeiten angehen. Sie bestimmen, wie wir unsere Beziehungen gestalten. Die zu anderen, nicht zuletzt aber auch die zu uns selbst: Hocke ich lustlos und mit hängendem Kopf vor  meinem Stein, weil das Leben für mich einfach nicht mehr zu bieten hat, als auf einem Brocken rumzuklopfen? Oder bearbeite ich schwung- und erwartungsvoll meinen Stein, weil ich mitnichten nur einen Stein behaue, sondern eine Kathedrale baue?!

Am Sonntag, den 3. Februar, laden wir Sie alle herzlich ein zum Gottesdienst mit anschließendem Neujahrsempfang im Gemeindehaus. Zeit, um das vergangene Jahr in den Blick zu nehmen. Ganz pragmatisch in Zahlen, aber auch in Bildern und Erinnerungen. Zeit, um einen Blick nach vorne zu werfen: Was kommt? Was haben wir vor? Vor welchen Herausforderungen stehen wir? Zeit, um sich zu fragen: Welches Bild habe ich vor Augen, wenn ich an St. Marien denke? Wie träume ich unsere Gemeinde und welche Vorstellungen lassen mich schwungvoll und motiviert in der Gemeinde mitarbeiten?

Ich freue mich, wenn Sie unserer Einladung zum Neujahrsempfang folgen und noch mehr freue ich mich, wenn wir darüber in den Austausch kommen könnten:

Was ist mein Traum von St. Marien?

Ihre Pastorin                                                                                                                                             Eva Gotthold